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Tarifabschluss mit Falck Rettungsdienst

Tarifabschluss für den Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße

Rückwirkend zum 1. Juli 2014 tritt der Tarifvertrag mit der Falck Kranken-Transport Herzig GmbH in Kraft 24.11.2014

Nach rund eineinhalb Jahren intensiver Verhandlungen konnte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit der Falck Kranken-Transport Herzig GmbH, einer Tochtergesellschaft der Falck-Unternehmensgruppe, einen Tarifvertrag für das Rettungspersonal im Landkreis Spree-Neiße abschließen. Dieser Tarifvertrag tritt rückwirkend zum 1. Juli 2014 in Kraft.

Die langen und teilweise schwierigen Tarifverhandlungen zwischen der Falck Kranken-Transport Herzig GmbH, dem  Arbeitgeber für das Rettungsdienstpersonal im Landkreis Spree-Neiße, und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di konnten im November 2014 mit dem Abschluss eines Manteltarifvertrages (MTV-Falck-RD-SPN), eines Entgelttarifvertrages (ETV-Falck-RD-SPN) und eines Überleitungstarifvertrages (ÜTV-Falck-RD-SPN) erfolgreich beendet werden.

Die ver.di-Mitglieder im Rettungsdienst Spree-Neiße und das zuständige Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes, Sylvia Bühler, sowie die Falck-Geschäftsführung stimmten dem Abschluss bereits zu, so dass die Regelungen rückwirkend zum 1. Juli 2014 in Kraft treten können.

„Im Interesse unserer ver.di-Mitglieder konnten wir wichtige Verhandlungsziele erreichen, auch wenn wir nicht alle Tarifforderungen durchsetzen konnten. Das Tarifergebnis ist ein annehmbarer Kompromiss, dem auch die ver.di-Mitglieder mit 92% Ja-Stimmen zugestimmt haben.“, so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer.

Mit dem Tarifabschluss gibt es erstmals für alle Beschäftigten im Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße einen einheitlichen Tarifvertrag mit transparenten Entgeltregelungen, Stufenentwicklungen und Sozialleistungen.

Mit der zum 1. Juli 2014 rückwirkenden Überleitung in den neuen Tarifvertrag erhalten fast alle Beschäftigten eine Entgelterhöhung, die je nach Ausgangslage unterschiedlich ausfällt.

Für den Zeitraum von Januar 2013 bis Juni 2014 wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 55 EUR pro Monat vereinbart. Bei 18 vollen Monaten mit Entgeltanspruch (Monate Januar 2013 bis Juni 2014) beträgt die Einmalzahlung 990 EUR brutto.

Zum 1. Juli 2015 erfolgt die nächste Erhöhung der Tabellenentgelte im Umfang von 5% bis 6%. Mit diesem Erhöhungsschritt werden die Tabellenentgelte an das Niveau des ver.di-Tarifvertrages mit dem Rettungsdienstbetreiber Promedica, ein weiteres Tochterunternehmen der Falck-Unternehmensgruppe, angeglichen.

Die Falck Kranken-Transport Herzig GmbH gewann 2012 bei einer europaweiten Ausschreibung die komplette rettungsdienstliche Leistungserbringung für den Landkreis Spree-Neiße und übernahm zum 1. Januar 2013 das vorhandene Rettungsdienstpersonal der vorhergehenden Rettungsdienstbetreiber.

Mit dem Überleitungstarifvertrag wurden gesonderte Übergangsregelungen für einzelne Rechtsansprüche, die vor der Übernahme der Rettungsdienstleistungen bis zum 31. Dezember 2012 bestanden, vereinbart. So erhalten alle Beschäftigten, die schon vor dem 1. Januar 2013 im Rettungsdienst des Landkreises beschäftigt waren und ab dem 1. Januar 2013 bei Falck weiterbeschäftigt wurden, unter anderem rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 zusätzliche Leistungen zur betrieblichen Altersversorgung, die dem Umfang der bis zum 31. Dezember 2012 gezahlten Leistung zur betrieblichen Altersversorgung entspricht.

Zu Rückfragen steht der ver.di-Verhandlungsführer Ralf Franke unter 0171-8673550 zur Verfügung.