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Streik ausgesetzt!

Thiem-Service GmbH

Streik ausgesetzt!

Tarifverhandlungen mit dem Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat den ursprünglich bis Freitag, den 22. Februar 2019 angekündigten dreitägigen Warnstreik der Beschäftigten der Thiem-Service GmbH, einer Tochtergesellschaft des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums, ab dem 21. Februar 2019 ausgesetzt.

Die heutige Streikversammlung hatte einstimmig entschieden, den für morgen und übermorgen noch angekündigten Streiktag jeweils auszusetzen. Grund für die Entscheidung der Streikversammlung zur Aussetzung des Streikes war die Ankündigung des Arbeitgebers auf einer kurzfristig einberufenen Mitarbeiterversammlung am 19. Februar 2019, alle befristeten Arbeitsverträge nicht zu verlängern, wenn es zu weiteren Warnstreiks kommen sollte. Nach Schätzungen der ver.di-Tarifkommission sind von den 170 Beschäftigten rund 40 bis 50 Beschäftigte in einem befristeten Arbeitsverhältnis.

Die Streikteilnehmer fühlen sich von der Ankündigung des Arbeitgebers genötigt, auf ihr Streikrecht zu verzichten. Die Streikteilnehmer und die ver.di-Tarifkommission fordern daher, dass alle befristeten Arbeitsverträge in unbefristete Arbeitsverträge sofort umgewandelt werden müssen. „Es ist ein Skandal, wenn in einem kommunalen Unternehmen der Stadt Cottbus jeder vierte Arbeitnehmer befristet beschäftigt wird. Die Arbeitsverhältnisse bei der Thiem-Service GmbH sind nicht nur durch die Lohnhöhe sondern auch noch durch die Befristung prekär. Dabei handelt es sich überwiegend um Frauen, die mit Teilzeitverträge im Schichtdienst mit 30 Stunden pro Woche beschäftigt werden“, so Ralf Franke, ver.di-Verhandlungsführer.

Mit dem Warnstreik sollte ein wesentlich besseres Verhandlungsergebnis durchgesetzt werden. Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt eine zu geringe Erhöhung des Stundenlohnes angeboten. Die ver.di-Mitgliederversammlung hatte das Angebot als völlig unzureichend abgelehnt.